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Moore Global Tax Conference in New York (19.-21.10.2022)

„Waren Sie schon einmal auf einer internationalen Moore-Konferenz?“ Das ist eine der Fragen, die uns die Steuerspezialistinnen und -spezialisten von fünf deutschen Moore-Mitgliedskanzleien im Vorfeld der Moore Global International Tax Conference in New York beantwortet haben. Die Antworten fielen so unterschiedlich wie kurzweilig aus.

Warum nehmen Sie an der Konferenz teil, was versprechen Sie sich davon?

Nina Schütte: Mein Tätigkeitsschwerpunkt liegt im internationalen Steuerrecht. Hier arbeite ich mit den Moore-Kolleginnen und Kollegen weltweit zusammen. Die Konferenz ist eine hervorragende Gelegenheit sich länderübergreifend persönlich kennenzulernen bzw. wiederzusehen und sich über aktuelle fachliche Themen auszutauschen.

Dr. Andreas Striegel: Die Unterstützung international aktiver Mandanten geht nur im Team von Spezialisten, so dass wir uns freuen, insbesondere mit den Moore Netzwerkpartnern mit US-Bezug wieder persönlich die aktuellen Fälle zu besprechen und brainzustormen, neue Ideen und Ansätze zu testen und vor allem auch den außer-fachlichen Austausch bei „Wein & Bier“ oder auch dem „Moore Morning River Run“ zu pflegen. [Anmerkung: Bei diesem von Moore Limerick ins Leben gerufenen Run „treffen“ sich täglich weltweit über 500 Moore-Laufbegeisterte zu einem River-Run bevor der jeweilige Bürotag startet. Hierfür existiert auf LinkedIn der #MorningRiverRun]

Charlotte Geiger: Gerade in der VAT ist eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit für internationale Sachverhalte unserer Mandanten unumgänglich. So freue ich mich nicht nur darauf zu erfahren, was in den anderen Ländern derzeit umsatzsteuerlich diskutiert wird, sondern auch darauf bestehende Kontakte zu den Kolleginnen und Kollegen zu vertiefen und weitere Ansprechpartner aus meinem Bereich insbesondere außerhalb Europas kennenzulernen.

Christian Kracylo: Wegen des Networkings und des fachlichen Austausches. Denn die gesamte fachliche Agenda ist für mich sehr interessant. Ich habe gerade den „Fachberater für internationales Steuerrecht“ geschrieben, und da passte diese Konferenz thematisch perfekt.

Dr. Sven Helm: Ich nehme Teil in meiner Funktion als Global Leader Transfer Pricing, als „normaler“ Teilnehmer für meine Kanzlei und selbstverständlich für die Moore Deutschland AG als deren International Tax Contact.

Foto: Karolina Grabowska

Das fachliche Programm in New York ist sehr umfangreich. Welches Thema ist Ihr persönliches Highlight?

Charlotte Geiger: Als Umsatzsteuerexpertin freue ich mich sehr auf den fachlichen Austausch mit den Kollegen aus diesem Bereich, insbesondere auf die Session der Indirect tax / VAT Expertengruppe.

Nina Schütte: Mich interessiert vor allem das Thema „Business and Investment Entities“ und hier insbesondere der Bereich „International corporate tax”, zu dem es eine Breakout Session geben wird.

Dr. Sven Helm: Das Thema Transfer Pricing (internationale Verrechnungspreise). Wir werden hierzu eine Breakout Sesssion von 1 ¼ Stunden Länge halten. Dabei werden Mitglieder der Moore Global TP Expert Group aus Nordamerika, Asien-Pacific und Europa (hier sind wir involviert) gemeinsam vortragen, um ihre enge und erfolgreiche Kollaboration live und an praktischen Fällen zu demonstrieren.

Christian Kracylo: Ganz klar, BEPS 2.0. – Where do we stand? International tax and digital economy und HNWI / Expat Services.

Dr. Andreas Striegel: Ich bin sowohl in den USA als auch in Deutschland als Rechtsanwalt zugelassen und betreue deutsch (europäisch)-amerikanische Mandanten im internationalen Recht und Steuerrecht. Daher sind die aktuellen Entwicklungen im US-Steuerrecht, insbesondere CFC Gestaltung, GILTI, aber auch State Tax Entwicklungen zum Nexus stets praxisrelevant. Mich interessiert hier: Was steht an, wie kann man reagieren, was ist zu erwarten und wie sorgen wir vor.

Das hört sich fast an, als würden Sie fünf verschiedene Veranstaltungen besuchen! Wie haben Sie sich auf die Konferenzteilnahme vorbereitet?

Dr. Sven Helm: Mein Team und ich haben ein ppt-Slide Deck für die Transfer Pricing Session vorbereitet, das von den Kolleginnen und Kollegen in Kalifornien und Australien entsprechend um ihre Fälle ergänzt wird. Mit diesen hoch geschätzten Kollegen haben wir uns vorab per Teams besprochen, gemailt und unsere Gedanken ausgetauscht.
Darüber hinaus haben wir für die Plenary Session „Collaboration“ gleich zwei Fälle an die mit-involvierten Kollegen (im In- und Ausland) übersandt. Wir sind stolz, diese als gemeinsame Referenz zu zeigen. Auch hier werden wir zusammen mit Kollegen aus der Schweiz, USA, Belgien und Frankreich vortragen.

Christian Kracylo: Zusätzlich zu den fachlichen Vorbereitungen habe ich mich um ein NHL Ticket (New York Rangers, Eishockey) für den Madison Square Garden gekümmert 😉.

Nina Schütte: Inhaltlich bin ich bei der diesjährigen Konferenz mit einem Vortrag zum Thema „Unshell Directive“ (ATAD 3) sowie bei der anschließenden Paneldiskussion zu Substanzerfordernissen dabei. Ich freue mich sehr auf den intensiven fachlichen Austausch mit den anderen Panelisten und Teilnehmenden zu diesen Themen.

Dr. Andreas Striegel: Wir sind in ständigem Austausch mit den Moore Netzwerkpartnern und betreuen gemeinsame Mandanten – es liegt daher schon auf der Hand, wo das gemeinsame Brainstormen aufsetzt.

Charlotte Geiger: Dies ist meine erste Global Tax Conference. Da ich aber schon mehrmals auf der europäische Tax Conference in Brüssel war, gehe ich davon aus, dass ich auch aus New York viel Input und neue Kontakte mit zurück nach Augsburg nehmen kann.

Vielen Dank für die ausführliche Beantwortung unserer Fragen. Wir wünschen Ihnen und allen weiteren teilnehmenden Kolleginnen und Kollegen aus den deutschen Moore Mitgliedskanzleien eine erfolgreiche Konferenzteilnahme, spannende Sessions, neue Kontakte und eine gute Reise!

Für dieses Interview haben uns Charlotte Geiger (SONNTAG, Augsburg), Nina Schütte (BRL, Hamburg), Dr. Sven Helm (Moore TK, Mannheim), Christian Kracylo (INTARIA, München) und Dr. Andreas Striegel (Moore Frankfurt) Rede und Antwort gestanden.


[Edit: Charlotte Geiger musste die Konferenz-Teilnahme leider kurzfristig absagen, da ein wichtiger Mandantentermin ihre Anwesenheit in Deutschland erforderlich machte.]

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